|
|
Geschichte und Geschichten rund um das Volksschulwesen am Niederrhein im 19. Jahrhundert
Heutzutage ist es für jedes Kind selbstverständlich die Schule zu besuchen, doch der 'Beschluß' eine Schulpflicht für alle Kinder einzuführen, wurde erst 1825 von den Preußen gefaßt. Die Durchführung der allgemeinen Schulpflicht erforderte noch manche Bemühung und es dauerte noch viele Jahrzehnte, bis regelmäßiger Unterricht für alle Kinder auch auf dem Lande Realität wurde.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Anfängen, den Schwierigkeiten und Besonderheiten des Volksschulwesens am Niederrhein im 19. Jahrhundert.
In der Sonderausstellung finden historischen Objekte Platz, d.h. alte Schulbänke, Tafeln, Kartenhalter, hölzerne Schulranzen, alte Schulbücher und Hefte, Schulkleidung sowie hist. Fotografien von Schulklassen und Lehrerkollegien.
Exemplarisch werden einige ausgesuchte Schulen genauer vorgestellt. Es handelt sich hierbei um die Schulen von Grefrath, Oedt, Mülhausen, und Süchteln-Hagen. Unser Anliegen ist es einerseits, die Geschichte der dortigen Schulgebäude zu beleuchten. Andererseits möchte die Ausstellung das vorhandene Quellenmaterial nutzen, um genauere Aussagen über das Leben und Arbeiten der Lehrer in dieser Zeit zu machen. Wichtig ist es uns auch, den dortigen Schulalltag für die Kinder in dieser Zeit zu veranschaulichen.
Die Museumspädagogik richtet sich vornehmlich an heutige Grundschüler. Ihnen wird Gelegenheit gegeben 'Schule früher' zu spielen. In der Ausstellung befindet sich ein 'Klassenraum' der bei Führungen genutzt werden kann, um mit den Schulkindern die Sütterlin-Schrift zu üben, oder mit Feder und Tinte zu schreiben.
|